Wie freuen uns, euch unseren Verein im Internet präsentieren zu können. Mit einem ansprechenden Design, neuen, verbesserten Inhalten, vielen Bildern und vor allem Aktualität wollen wir den Webauftritt für unsere Mitglieder und für für Euch, als Besucher, interessant und spannend gestalten.
Es lohnt sich also ab und zu mal bei uns vorbeizusehen, um neue Seiten, Bilder, Berichte und Termine zu entdecken.
Die Vorstandschaft des MSC-Ketsch
Veröffentlicht unterAllgemein|Kommentare deaktiviert für Willkommen beim MSC Ketsch
Unser Mitglied Klaus W. beim Vorbereiten/Putzen des gestifteten Motorrads für die Montage an eine Ausstellungshalterung auf dem Vereinsgelände des MSC Ketsch. Klaus kann zusammen mit anderen Mitgliedern auf eine langjaährige Erfahrung, was das Erhalten und Restaurieren von Motorrädern angeht, zurückblicken. Siehe dazu auch den Bericht in der Schwetzinger Zeitung, siehe unten!
Warum alte Mopeds für ihre Besitzer eine Seele haben
Zwei Ketscher widmen sich mit großer Leidenschaft der Restaurierung alter Zündapp-Mopeds – mit Geduld, handwerklichem Geschick und dem Ziel, möglichst originalgetreu zu bleiben.
Ketsch. „Ein wenig verrückt muss man für dieses Hobby schon sein und man darf nie vergessen: Solche Oldtimer haben eine Seele“, lacht Klaus Weber und Reiner Kurtz, mit dem der 75-Jährige nicht nur viel Zeit in seiner top gepflegten Werkstatt-Garage verbringt, sondern mit dem er zudem sehr regelmäßig Auffahrten macht, stimmt ihm zu.
Beide sind Mitglied des Motorsportclubs Ketsch, doch die Leidenschaft für das Mopedfahren begleitet Weber schon seit 1966, denn da machte er den Führerschein, damals der alten Klasse fünf. „Meine ganzen Freunde sind damals Moped gefahren und mein Halbbruder hat damals eine Zündapp Sport Combinette mitgebracht, und ich erinnere mich, dass man damals alle Strecken damit bewältigt hat.“
„Auch meine Frau Doris ist früher natürlich mit mir auf der Zündapp unterwegs gewesen. Sie hatte daran immer viel Spaß, wir sind sogar bis nach Italien oder Tschechien gefahren, aber selbst hat sie nie den Führerschein gemacht“, erinnert sich Klaus Weber, der seit 1980 in Ketsch lebt. Was ihn bis heute am Mokickfahren fasziniert, ist, dass man so entspannt und stressfrei unterwegs ist.
Ausgelegt auf 45 Kilometer pro Stunde werden hier Ausfahrten zu gemütlichen Touren, bei denen man die Landschaft genießen kann und, so bestätigen es Klaus Weber und Reiner Kurtz, bei denen man schnell mit anderen Menschen ins Gespräch kommt.
„Die Leute freuen sich, wenn sie solche Zweiräder auf der Straße wiedersehen, vielleicht fühlen sie sich dann an frühere Zeiten erinnert“, spekulieren die beiden. Weber und Kurtz haben vor einigen Jahren zeitgleich zwei Zündapp Baujahr 1967 und 1969 gekauft, die damals in desolatem Zustand und alles andere als straßentauglich waren.
„Wir haben uns dann ans Restaurieren gemacht, allerdings ganz ohne Zeitdruck. Alles benötigt eben so lange, wie es braucht. Man informiert sich, eignet sich Wissen an und schaut, wo man Ersatzteile herbekommt. In Holland beispielsweise gibt es ein großes Interesse an Zündapp. Angesichts dessen findet man dort auch passendes Material“, lässt Klaus Weber wissen.
Mittlerweile strahlen die beiden Mopeds mit den stolzen Besitzern um die Wette und werden selbstverständlich regelmäßig gefahren. „Wenn man ein wenig Geschick hat, kann man ein restaurierungsreifes Oldtimer-Moped schon für rund 500 Euro erwerben, fertig restauriert kann es dann schon Preise über 5.000 Euro erzielen“, wissen die beiden Motorsport-Experten.
Möglichst nah am Original von Zündapp bleiben
Allerdings würden sie niemals für jemand anderen restaurieren, sondern ausschließlich für den Eigenbedarf. „Beim Restaurieren versucht man, so nah wie möglich am Original zu bleiben, es sei denn, es gibt vielleicht heute technisch bessere Lösungen“, so Weber.
„Man informiert sich in Foren, probiert Dinge aus und klar, man kann auch mal etwas kaputtmachen. Dann ist es schön, wenn man einen ‚Sparringspartner‘ hat, mit dem man dann diskutieren kann, so wie ich mit Reiner“, lacht Klaus Weber und ergänzt: „Manchmal hilft es, ganz pragmatisch zu denken. Wenn etwas in den 60er Jahren gebaut wurde, dann war es so gemacht, dass es mit den Möglichkeiten, die es damals gab, reparierbar war. Für uns ist es heute manchmal gar nicht so einfach, in diesen alten Lösungsansätzen zu denken und zu handeln.“ Davor, dass man schmutzige Finger bekommt und alles Zeit braucht, dürfe man sich beim Restaurieren nicht scheuen.
„Wenn man aus der Garage kommt, dann riecht man eben nach ‚Zweitakter-Parfum‘“, schmunzelt Klaus Weber und spielt damit auf den Treibstoff an, mit dem die Zündapps fahren. Mit zwölf Litern käme man schon rund 400 Kilometer weit, wobei die Zeiten, in denen man die benötigte Zweitaktmischung an der Tankstelle erhalten konnte, längst vorbei sind.
Nun müsse man sich die Mischung eben selbst machen, was beide Moped-Fahrer vor keine Probleme stellt. Auch der Gang zum TÜV entfalle, denn diese beiden schmucken Zündapps laufen TÜV-frei. „Während es früher in der Jugend oft darum ging, die Mopeds so zu frisieren, dass sie sich schnellstmöglich liefen, spielt dies heute für uns keine Rolle mehr. Wir lieben es eben gemütlich.“
Manchmal schreibt das Leben die schönsten Geschichten ganz ohne Plan. Genau so begann unsere – die von meinem guten Freund Friedhelm und mir, Uwe.
Eigentlich hatten wir nichts Besonderes erwartet. Ein bisschen schauen, ein wenig fachsimpeln und vielleicht das eine oder andere alte Zweirad bewundern. Dass wir am Ende der Woche jeder mit einem ganz besonderen Schatz nach Hause fahren würden, hätte wohl niemand für möglich gehalten.
Durch einen glücklichen Zufall erfuhren wir von einem älteren Besitzer, der zwei Victoria „Vicky“ M51 Mopeds abgeben wollte. Es waren keine gewöhnlichen Mopeds, sondern zwei echte Zeitzeugen aus den 1950er-Jahren: eine Victoria „Vicky“ M51, Baujahr 1957, und ihre Schwester aus dem Baujahr 1958. Beide mit dem bewährten 47-cm³-Motor – kleine Maschinen mit großem Charakter.
Schon beim ersten Anblick war klar: Diese Mopeds hatten eine Geschichte zu erzählen. Man sah ihnen ihr Alter an, aber ebenso die Sorgfalt, mit der sie über Jahrzehnte behandelt worden waren. Der Besitzer blickte nicht auf den höchsten Preis, ihm ging es um etwas viel Wertvolleres.
„Ich möchte, dass sie in gute Hände kommen“, sagte er. „Sie sollen gepflegt und erhalten werden. Aber vor allem sollen sie nicht in irgendeiner Ecke verstauben. Sie müssen fahren dürfen – dafür wurden sie gebaut.“
Diese Worte trafen genau das, was Friedhelm und ich empfanden. Wir erzählten von unserer Leidenschaft für historische Zweiräder, von der Freude am Erhalten alter Technik und davon, dass ein Oldtimer erst dann wirklich lebt, wenn sein Motor wieder gleichmäßig vor sich hin tuckert und er über die Landstraßen rollt.
Offenbar konnten wir ihn überzeugen. Nach einem angenehmen Gespräch stand fest: Die beiden „Vickys“ würden ihr neues Zuhause bei uns finden.
Seit dem 30.07.2026 sind Friedhelm und ich nun stolze Besitzer von jeweils einer Victoria „Vicky“ M51. Die eine trägt stolz das Baujahr 1957, die andere das Baujahr 1958. Zwei nahezu gleich alte Klassiker, die auch in Zukunft nicht nur sorgfältig gepflegt, sondern regelmäßig bewegt werden.
Jede Ausfahrt erinnert uns daran, dass man Glück nicht planen kann. Manchmal begegnet es einem einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aus einer zufälligen Begegnung wurde eine Geschichte, die wir wohl noch viele Jahre erzählen werden – begleitet vom unverwechselbaren Klang zweier kleiner 47-cm³-Motoren und dem Gefühl, ein Stück deutscher Zweiradgeschichte bewahren zu dürfen.
So schön kann das Leben sein, wenn Zufall und Glück Hand in Hand gehen. Und manchmal genügt genau das, damit zwei alte Victoria „Vicky“ Mopeds ein neues Kapitel ihrer Geschichte beginnen – gemeinsam mit zwei Menschen, die ihre Begeisterung für diese kleinen Klassiker mit ganzem Herzen teilen.
Am Dienstag, 28. Juli 2026, trafen sich 8 Mitglieder des MSC Ketsch 1952 e.V. um 10 Uhr zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz am Clubgelände.
Im Mittelpunkt standen verschiedene Erhaltungs- und Pflegearbeiten am Clubhaus, sowie auf dem Vereinsgelände. Unter anderem wurde das Dach des Clubhauses gründlich gereinigt und weitere notwendige Arbeiten zur Pflege und Instandhaltung der Vereinsanlage durchgeführt. Mit großem Engagement erledigten die Helfer alle anstehenden Aufgaben und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Vereinsgeländes.
Der MSC Ketsch bedankt sich bei allen Helfern für ihren tatkräftigen Einsatz und ihre Bereitschaft, sich aktiv für den Verein einzubringen.
Beim traditionsreichen Motorradtreffen standen nicht nur Maschinen im Mittelpunkt. Vor allem der Austausch unter Bikern machte das Wochenende in Ketsch besonders.
Begeisterte Biker aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland haben sich Anfang Juli auf dem Vereinsgelände des MSC Ketsch zum 47. Enderle-Motorradtreffen versammelt. Über drei Tage hinweg stand das Clubgelände ganz im Zeichen der gemeinsamen Leidenschaft für motorisierte Zweiräder. Das traditionsreiche Treffen sei seit vielen Jahren „ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Motorradszene“ und habe auch dieses Mal seinen guten Ruf bestätigt, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.
Bereits am Freitag trafen die ersten Motorradfahrer in Ketsch ein und sorgten rund um das Clubhaus für reges Treiben. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich das Treffen zu einem geselligen Treffpunkt für langjährige Stammgäste ebenso wie für zahlreiche Erstbesucher. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch, gemeinsame Gespräche und das Wiedersehen mit Freunden, die sich seit Jahren regelmäßig beim Enderle-Motorradtreffen begegnen.
Eine Neuerung prägte die diesjährige Veranstaltung besonders: Erstmals verzichtete der Verein auf ein großes Festzelt und richtete das Treffen vollständig unter freiem Himmel aus. Für ausreichend Schatten montierten die Helfer drei Sonnenschirme mit jeweils sechs Metern Durchmesser. Wer eine Abkühlung suchte, konnte zudem die Außendusche auf dem Vereinsgelände nutzen.
Neues Konzept kommt bei den Bikern hervorragend an
Diese Veränderungen kamen bei den Gästen gut an. Das offene Konzept habe der Veranstaltung „einen familiären Charakter“ verliehen, schreibt der Motorsportclub. Viele Besucher hätten den Verantwortlichen ihre Zufriedenheit persönlich mitgeteilt und bereits ihre Rückkehr für das kommende Jahr angekündigt. „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, hätten zahlreiche Gäste versprochen.
Während des gesamten Wochenendes war das Gelände nach Angaben des Vereins gut besucht. Motorräder unterschiedlichster Marken, Modelle und Baujahre lockten zahlreiche Blicke auf sich. Für Technikinteressierte bot sich reichlich Gelegenheit, Maschinen zu vergleichen, Erfahrungen auszutauschen und über technische Details zu fachsimpeln. Gleichzeitig standen aber vor allem die Begegnungen zwischen den Teilnehmern im Vordergrund.
Auch kulinarisch ließ das Treffen kaum Wünsche offen: Das Helferteam des MSC kümmerte sich mit großem Engagement um die Bewirtung der Gäste. Niemand habe hungrig oder durstig bleiben müssen, betont der Verein. Gelobt worden seien sowohl das abwechslungsreiche Speisen- und Getränkeangebot als auch die reibungslose Organisation der gesamten Veranstaltung.
Bis in die Abendstunden herrschte auf dem Vereinsgelände eine entspannte Atmosphäre. In geselliger Runde wurden Benzingespräche geführt, Reiseerlebnisse erzählt und Pläne für kommende Motorradtouren sowie weitere Treffen geschmiedet. Das Enderle-Motorradtreffen habe erneut gezeigt, „dass die Gemeinschaft und die Leidenschaft für das Motorradfahren Generationen verbindet“, heißt es in der Mitteilung.
Entsprechend positiv fällt auch die Bilanz des Veranstalters aus: Der MSC Ketsch kann nach eigenen Angaben auf „ein rundum gelungenes Veranstaltungswochenende“ zurückblicken. Das 47. Enderle-Motorradtreffen sei ein voller Erfolg gewesen und habe den hohen Stellenwert der Traditionsveranstaltung einmal mehr unterstrichen.